Bei einem Ratenkredit kann die Laufzeit frei ausgehandelt werden. Viele Kreditnehmer bevorzugen hierbei einen möglichst langen Tilgungszeitraum. Schließlich wird es erst einmal als Vorteil empfunden, die Tilgung über einen langen Zeitraum verteilen zu können und somit die regelmäßige finanzielle Belastung gering zu halten. Aus wirtschaftlicher Sicht ist dies allerdings eher nachteilig. Längere Laufzeiten sind nämlich grundsätzlich mit höheren Zinskosten verbunden. Somit ist eine langfristige Kredittilgung immer am teuersten. Damit der Ratenkredit also zum eigenen Vorteil ist, muss ein Kompromiss zwischen tragbaren finanziellen Verpflichtungen und angemessenen Zinszahlungen gefunden werden.
Auch wenn man es nicht verallgemeinern kann ist eine Kreditlaufzeit zwischen 36 und 48 Monaten am ehesten zu empfehlen. Dies beweisen auch die offiziellen Zahlen, welche besagen, dass die meisten Kreditnehmer einen solchen Tilgungszeitraum bevorzugen. Nur in Sonderfällen sollte man von dieser Norm abweichen. Ist zum Beispiel ein hoher Geldzufluss die Regel, kann man eine geringe Laufzeit wählen und somit die Zinskosten reduzieren. Hat man hingegen nur ein geringes Gehalt, ist man normalerweise zu einer längeren Laufzeit gezwungen, da die regelmäßigen Raten ansonsten nicht zu tilgen sind. Schließlich dürfen die Ausgaben des täglichen Lebens nicht außer Acht gelassen werden. Der potentielle Kreditnehmer sollte also genau berechnen, wie viel Geld er monatlich für die Tilgung aufbringen kann. Somit beantwortet sich die Frage nach der optimalen Laufzeit quasi wie von selbst.
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