Bei einem Ballonkredit unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Varianten: Dem Schlussratenkredit und der 3-Wege-Finanzierung. Letztere ermöglicht dem Kunden eine gewisse Flexibilität am Ende des Kredites und wird deshalb gerne genutzt. Der Schlussratenkredit ist hingegen an einen festgelegten Tilgungsablauf gebunden.
Auch wenn diese beiden Kreditarten sich in diesem Punkt unterscheiden, beginnt die Kreditaufnahme immer mit derselben Prozedur: Der Kreditgeber handelt mit dem Kreditnehmer eine Anzahlung aus, welche direkt beglichen wird. Je höher diese Zahlung ausfällt, desto niedriger werden letztendlich auch die Zinsen sein.
Direkt nach der Anzahlung beginnt dann schließlich der Ratenkredit. Hierbei kommt es nur zu einer relativ geringen monatlichen Belastung, da sich der Kredit lediglich auf einen Teilbetrag (etwa 40 Prozent) des Gesamtwerts beläuft und sich die Laufzeit über mehrere Jahre (i.d.R. bis zu 48 Monate) erstreckt.
Nachdem dieser Kredit getilgt wurde, steht die Finanzierung der Schlussrate an. Wurde ein Schlussratenkredit vereinbart, muss die noch ausstehende Summe in einer Rate beglichen werden. Nur bei einer 3-Wege-Finanzierung hat man die Möglichkeit, die Schlussrate in einen Folgekredit umzuwandeln oder den Wagen wieder an den Händler zurückzugeben.
Da die meisten Kreditnehmer bei einer 3-Wege-Finanzierung einen Folgekredit bevorzugen und somit hohe Zinskosten begleichen müssen, kommt der Schlussratenkredit in den meisten Fällen günstiger. Allerdings muss man auch die Sicherheit haben, dass die finanziellen Möglichkeiten vorhanden sein werden, um die Schlussrate (welche sich auf etwa 40 Prozent des Gesamtwerts beläuft) zu begleichen.
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