Etwa 70 Prozent aller Neuwagenkäufer nutzen eine Finanzierung. In den meisten Fällen ist diese Entscheidung nicht freiwillig, sondern aufgrund des mangelnden Eigenkapitals gefallen. Da können die Experten noch so oft wiederholen, dass ein Barkauf letztendlich günstiger ist. Wer das nötige Geld nicht vorweisen kann, muss einen Kredit in Anspruch nehmen.
Der ansteigende Bedarf hat dazu geführt, dass mittlerweile verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten zur Auswahl stehen. Der potentielle Kunde ist also keineswegs auf die Hausbank angewiesen. Alternativ kann der Kredit auch direkt mit dem Autohersteller abgeschlossen werden. Um den Interessenten für ein Modell aus dem eigenen Haus zu begeistern, werden dabei häufig Sonderkonditionen angeboten. So kommt es zum Beispiel hin und wieder zu Angeboten, bei denen sich der effektive Jahreszins auf 0,0 Prozent beläuft. Auch bei der Anzahlung gibt es große Unterschiede zu entdecken. In manchen Fällen wird auf eine Anzahlung verzichtet, bei anderen Krediten muss wiederum bis zu 30 Prozent des Gesamtpreises bezahlt werden.
Bei solchen Finanzierungen muss allerdings bedacht werden, dass die Chance auf einen Preisnachlass in den meisten Fällen verloren geht. Als Basis dient nämlich der Listenpreis, welcher meistens teurer als der Händlerpreis ist. Diese Tatsache dürfte ein Grund dafür sein, weshalb die Finanzierung über die Hausbank noch immer sehr beliebt ist. Schließlich wird man bei dem Händler als Barkäufer auftreten und eventuell einen Preisnachlass erhalten. Aber auch hierbei muss in den meisten Fällen eine Anzahlung getätigt werden, die sich auf bis zu 25 Prozent belaufen kann. Manche Kreditgeber verzichten zwar darauf, berechnen dafür allerdings auch höhere Zinsen. Genauso verhält es sich, wenn eine längere Laufzeit vereinbart wird. Es mag zwar sehr reizvoll erscheinen, die Tilgung auf sechs Jahre zu verteilen, wirtschaftlich ist dies allerdings nachteilig. Denn je früher die Rückzahlung erfolgt, desto günstiger wird die Finanzierung letztendlich ausfallen.
Eine weitere Kredit-Variante stellt die sogenannte Ballon-Finanzierung dar. Diese wird nur selten genutzt, kann unter Umständen allerdings vorteilhaft sein. Bei dieser Kreditform fallen die regelmäßigen Zinsen äußerst gering aus, da ein Großteil der Rückzahlung erst mit der letzten Ratenzahlung erfolgt. Sollte also in absehbarer Zukunft ein größerer Geldbetrag erwartet werden, stellt die Ballon-Finanzierung eine echte Alternative dar. Allerdings muss der Geldzufluss wirklich garantiert sein. Anderenfalls besteht schließlich die Gefahr einer Verschuldung, wenn man die letzte Rate nicht begleichen kann.
Wer nach einer weiteren Kreditalternative sucht, sollte sich über die sogenannte 3-Wege-Finanzierung informieren. Dabei werden ebenfalls niedrige Raten vereinbart, die im Laufe der Vertragszeit anfallen. Danach kann der Kreditnehmer ganz allein entscheiden, ob er den Restbetrag begleichen, einen weiteren Kredit in Anspruch nehmen oder den Wagen wieder zurückgeben möchte. Da dieser Kreditform ein immer größeres Interesse entgegengebracht wird, bieten mittlerweile die meisten Autobanken eine solche Finanzierung an.
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