Beim OBD-Tuning macht man sich eine Entwicklung zunutze, die ursprünglich in den USA entstanden ist und erst im Lauf der Jahre auch in der Fahrzeugindustrie Europas Einzug gehalten hat. Die Rede ist von der OBD2-Schnittstelle, die vor allem für Diagnose- oder Testzwecke genutzt wird. Über diesen Zugang erhält der Tuner durch die geeignete Hardware Zugriff auf die Steuerung des Motors und kann die Informationen mit eigenen Daten überschreiben. Auf diese Weise sind Veränderungen am Kennfeld des Motors möglich, ohne das dieser zerlegt werden muss oder andere Umbauten notwendig werden. Ein vorrangiges Ziel des OBD-Tunings besteht darin, durch ein Ausreizen der Vorgaben des Herstellers einen geringeren Verbrauch zu erreichen.
Nach dem Auslesen der Fahrzeugdaten können diese verändert werden, wofür ein spezielles Programmiergerät notwendig ist. Erst dann spielt man die neuen Informationen wieder auf und kann die alten Daten überschreiben. Hierdurch fällt ein Austausch der alten Speicherbausteine gegen neue Bausteine weg, wodurch sich eine wesentliche Vereinfachung des Tunings für den Halter eines Fahrzeugs ergibt. Neben der entsprechenden Hardware muss der Pkw natürlich über die entsprechende Schnittstelle verfügen. Da die OBD-Technik aber erst seit wenigen Jahren zum Einsatz kommt, steht diese Form des Motor-Tunings für ältere Fahrzeuge leider nicht zur Verfügung.
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